01 Zunehmender Trend hin zu softwaredefinierten und virtuellen SPSen Der Markt für speicherprogrammierbare Steuerungen (SPS) entwickelt sich weg von dedizierten physischen Steuerungen hin zu virtuellen SPSen, die Steuerungsfunktionen am industriellen Rand oder in der IT-Infrastruktur ausführen. Virtualisierung ermöglicht es Herstellern, Steuerungsinstanzen zentral bereitzustellen, zu aktualisieren und zu skalieren und gleichzeitig die gewohnte industrielle Programmierumgebung beizubehalten. Sie kann außerdem die Hardwareabhängigkeit reduzieren und die Rekonfiguration von Produktionslinien bei sich ändernden Fertigungsanforderungen vereinfachen. Softwaredefinierte Steuerung wird daher zu einem wichtigen Bestandteil der Marktentwicklung für speicherprogrammierbare Steuerungen. Im März 2025 erweiterten Siemens und Audi die softwaredefinierte Fabrikautomation mit der virtuellen SPS SIMATIC S7-1500V für die Automobilkarosseriemontage. Siemens stellte außerdem die S7-1500V F vor, die erste TÜV-zertifizierte ausfallsichere virtuelle SPS, die den Betrieb sicherheitsrelevanter Steuerungsfunktionen in einer industriellen Edge-Umgebung ermöglicht.
02 Steigende Nachfrage nach leistungsfähigeren integrierten Steuerungen Moderne Maschinen benötigen zunehmend eine zentrale Steuerung, die Logik, Bewegung, Kommunikation, Sicherheit und große Mengen an Produktionsdaten koordiniert. Dies treibt die Entwicklung der SPS-Architektur hin zu schnelleren Prozessoren und konsolidierten Steuerungsplattformen anstelle separater Steuerungen für einzelne Automatisierungsfunktionen. Höhere Rechenleistung ermöglicht es Herstellern zudem, komplexere Maschinen zu unterstützen, ohne die Komplexität des Steuerungssystems wesentlich zu erhöhen. Leistungsstarke integrierte Steuerungen erweitern somit den Markt für speicherprogrammierbare Steuerungen (SPS) hin zu rechenleistungsfähigerer Hardware. Im Oktober 2025 brachte Rockwell Automation den ControlLogix 5590 Controller für die multidisziplinäre industrielle Steuerung auf den Markt. Die neue Plattform vereint Steuerung, Antriebstechnik, Sicherheit und Kommunikation in einer einzigen Controller-Architektur und unterstützt so zunehmend komplexe Fertigungsanwendungen.
01 Steigender Bedarf an schnellerer Maschinenautomatisierung Hersteller steigern die Produktionsgeschwindigkeit und erwarten gleichzeitig von Maschinen, dass sie mehr Aufgaben in den Bereichen Sensorik, Kommunikation, Bewegung und Steuerung in kürzeren Zyklen bewältigen. SPS-Steuerungen spielen dabei weiterhin eine zentrale Rolle, da sie eine deterministische Steuerung von Maschinen und Produktionslinien ermöglichen und gleichzeitig schnell auf veränderte Eingangsgrößen reagieren. Schnellere Steuerungen erlauben es Maschinenbauern, die Automatisierungskomplexität zu erhöhen, ohne die Reaktionsfähigkeit zu beeinträchtigen. Das Streben nach höherer Fertigungsproduktivität stärkt daher die Marktnachfrage nach speicherprogrammierbaren Steuerungen.
01 Cybersicherheitslücken erhöhen die Lebenszykluskosten von SPS-Systemen. Da SPSen zunehmend mit Ethernet-Netzwerken, technischen Systemen, Fernzugriffstools und übergeordneten IT-Plattformen verbunden werden, sind sie einem deutlich höheren Cybersicherheitsrisiko ausgesetzt als isolierte Steuerungen. Industrielle Betreiber müssen Firmware, Netzwerksegmentierung und Authentifizierung gewährleisten.Zugriffskontrollenund Schwachstellenmanagementprozesse über lange Gerätelebenszyklen hinweg. Diese zusätzlichen Anforderungen erhöhen die Komplexität der Wartung und können Unternehmen vorsichtig bei der Anbindung bestehender Steuerungssysteme machen. Cybersicherheitsrisiken können folglich das Marktwachstum für speicherprogrammierbare Steuerungen (SPS) in Anlagen bremsen, deren Modernisierung umfangreiche Sicherheitsverbesserungen erfordert.
01 Erweiterung der SPS-basierten Rechenzentrumsautomatisierung Schnelle Expansion vonRechenzentrenDies eröffnet SPS-Steuerungen eine besondere Chance, da Kühlsysteme, Pumpen, Kältemaschinen, die Stromversorgungsinfrastruktur und andere Anlagenkomponenten eine kontinuierliche und deterministische Steuerung erfordern. Steuerungen, die direkt mit Rechenzentrumsmanagementprotokollen kommunizieren, können Betriebsmittel mit dem übergeordneten Infrastrukturmanagement verbinden, ohne auf zahlreiche Protokoll-Gateways angewiesen zu sein. Der Ausbau von KI und Cloud-Infrastruktur kann Anbietern daher helfen, den Marktanteil von speicherprogrammierbaren Steuerungen über die konventionelle Fabrikautomation hinaus zu steigern.
01 Verbindung von SPSen mit heterogenen IT- und OT-Systemen Industrieanlagen beherbergen häufig Maschinen unterschiedlicher Generationen, die mit verschiedenen Feldbussen, Ethernet-Protokollen, Softwareplattformen und Datenarchitekturen arbeiten. SPS-Anbieter müssen eine deterministische Maschinensteuerung gewährleisten und gleichzeitig den Datenaustausch mit Leitsystemen, Cloud-Plattformen, Antrieben, Sensoren und Unternehmenssoftware ermöglichen. Diese Vielfalt ohne umfangreiche kundenspezifische Integration zu bewältigen, bleibt insbesondere in bestehenden Anlagen schwierig. Zuverlässige Interoperabilität zu erreichen, ist daher eine große Herausforderung, da der Markt für speicherprogrammierbare Steuerungen in zunehmend vernetzten Industrieumgebungen wächst.
April 2026 Schneider Electric erweiterte sein Angebot an Lösungen für die industrielle Automatisierung durch Weiterentwicklungen der Modicon-SPS-Plattformen, Edge-Technologien und die Integration von EcoStruxure. Die Initiativen konzentrierten sich auf die Verbesserung der Energieeffizienz, die Flexibilität der Automatisierung und die Vernetzung industrieller Abläufe.
November 2025 ABB erweiterte sein Portfolio an Automatisierungslösungen durch die Verbesserung von SPS-, Industriesteuerungs- und digitalen Automatisierungstechnologien. Die Initiativen konzentrierten sich auf die Steigerung der betrieblichen Effizienz, die Prozessoptimierung und die Integration mit industriellen digitalen Plattformen.
Mai 2026:Rockwell Automation erweiterte sein Ökosystem an Automatisierungstechnologien durch Verbesserungen seiner ControlLogix- und CompactLogix-SPS-Plattformen. Das Unternehmen konzentrierte sich dabei auf die Optimierung der industriellen Vernetzung, der Maschinensteuerung und der Integration in fortschrittliche Fertigungssysteme.
Januar 2026:Mitsubishi Electric erweiterte sein Portfolio im Bereich der Fabrikautomation durch die Weiterentwicklung der MELSEC-SPS-Technologien mit verbesserter Verarbeitungsleistung, Netzwerkfähigkeit und industriellen Automatisierungsfunktionen. Das Unternehmen konzentrierte sich dabei auf die Unterstützung intelligenter Fabriken und fortschrittlicher Fertigungsanwendungen.