Der globale Markt für Sojaschrot hatte im Jahr 2025 einen Wert von 107,55 Milliarden US-Dollar und soll von 112,47 Milliarden US-Dollar im Jahr 2026 auf 160,91 Milliarden US-Dollar im Jahr 2034 anwachsen, was einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate (CAGR) von 4,58 % im Prognosezeitraum 2026-2034 entspricht.
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Der globale Markt für Sojaschrot verzeichnet ein anhaltendes Wachstum, angetrieben durch die steigende Nachfrage nach proteinreichen Futtermitteln in der Tierhaltung, Aquakultur und Geflügelzucht. Treiber dieses Wachstums sind die wachsende Nachfrage nach tierischen Produkten wie Fleisch, Milchprodukten und Eiern sowie die Bemühungen Südostasiens und Lateinamerikas um die Modernisierung der Tierhaltung durch staatlich geförderte Initiativen. Zunehmende Bedenken hinsichtlich Futtermittelsicherheit, Rückverfolgbarkeit und ökologischer Nachhaltigkeit fördern die Verwendung von verantwortungsvoll gewonnenem Sojaschrot. Hersteller entwickeln zudem verbesserte Varianten wie enzymbehandeltes und oligosaccharidarmes Sojaschrot, um die Nährstoffaufnahme zu optimieren und den Leistungsanforderungen moderner Tierhaltungssysteme gerecht zu werden.
Die Sojaschrotindustrie wird von der steigenden Nachfrage der Abnehmer nach nachweislich nachhaltiger Beschaffung, Rückverfolgbarkeit und der Einhaltung globaler Emissionsberichtsstandards angetrieben. Da Umweltverantwortung bei der Futtermittelbeschaffung immer wichtiger wird, gewinnen Zertifizierungen durch Dritte, wie das US-amerikanische Soja-Nachhaltigkeitsprotokoll (SSAP), zunehmend an Bedeutung.
Da führende Importeure in Europa, Asien und Lateinamerika ihre Rahmenbedingungen für die umweltfreundliche Beschaffung verschärfen und Futtermittelhersteller ESG-konforme Einkaufsrichtlinien einführen, werden SSAP und ähnliche Verifizierungssysteme für den Marktzugang unerlässlich.
Sojaschrot ist reich an Proteinen und essentiellen Aminosäuren und eignet sich daher ideal als Futtermittel für Nutztiere, Geflügel und Aquakultur. Mit dem Bevölkerungswachstum und steigenden Einkommen, insbesondere im asiatisch-pazifischen Raum und in Lateinamerika, intensiviert sich die Tierhaltung, um der veränderten Ernährungslage hin zu proteinreichen Lebensmitteln gerecht zu werden.
Aufgrund seiner guten Verdaulichkeit und seines günstigen Preises ist Sojaschrot eine bevorzugte Alternative zu Fischmehl in der Aquakultur. Futtermittelhersteller mischen Sojaschrot zunehmend in Mischfutter, um schnelles Wachstum, effiziente Futterverwertung und Tiergesundheit zu gewährleisten.
Die anhaltende Volatilität der globalen Sojabohnenpreise, verstärkt durch geopolitische Risiken, Klimaunsicherheiten und logistische Störungen, hemmt das Marktwachstum. Sojaschrot wird aus geschroteten Sojabohnen hergestellt; seine Preisgestaltung ist direkt an die Terminkurse für Rohsoja gekoppelt und daher stark von Schwankungen an den Rohstoffmärkten abhängig. Im Jahr 2025 haben extreme Wetterbedingungen, darunter schwere Dürren in Brasilien und Überschwemmungen in Teilen des Mittleren Westens der USA, Ernteausfälle und Exportpläne beeinträchtigt und zu Angebotsschwankungen und Preisspitzen geführt.
Gleichzeitig haben wachsende geopolitische Spannungen zwischen wichtigen Exportländern wie Argentinien und Brasilien die Handelsströme zusätzlich belastet. Diese Schwankungen haben zu Kostenunvorhersehbarkeit für Futtermittelhersteller geführt, die oft mit geringen Gewinnspannen arbeiten und für langfristige Futtermittellieferverträge stabile Inputpreise benötigen.
Eine Chance im Sojaschrotmarkt besteht darin, Soja strategisch zu beschaffen, das den neuen EU-Vorschriften zur Bekämpfung der Entwaldung (EUDR) entspricht, insbesondere für Lieferanten von Aquakulturfuttermitteln im westlichen Mittelmeerraum. Dieser Ansatz fördert die Einhaltung regulatorischer Vorgaben und die betriebliche Effizienz und kommt gleichzeitig den Bedürfnissen nachhaltigkeitsbewusster Käufer entgegen.
Mit dem Wachstum der Aquakultur steigt auch die Abhängigkeit vonpflanzliche ProteineDie Fähigkeit, Nachhaltigkeitsanforderungen mit Futtereffizienz zu verbinden, positioniert Sojaschrotlieferanten an der Spitze des Branchenwandels.
Konventionelles Sojaschrot ist aufgrund seines hohen Proteingehalts und seiner weiten Verfügbarkeit durch große Ölmühlen weiterhin führend in seiner Produktkategorie. Dieses Schrot wird typischerweise mittels Lösungsmittelextraktion hergestellt, wodurch höhere Ausbeuten erzielt werden, die sich für die Herstellung von Futtermitteln im industriellen Maßstab eignen. Sein gleichbleibendes Aminosäureprofil und seine gute Verdaulichkeit machen es zur Standardwahl für Futtermittelhersteller, die Geflügel, Aquakultur und Nutztiere beliefern. Die Vielseitigkeit von konventionellem Sojaschrot liegt in seiner Anpassungsfähigkeit an verschiedene Futtermischungen und Verfahren zur Nährstoffanreicherung. Die Verfügbarkeit in Großpackungen vereinfacht die Logistik für industrielle Anwender zusätzlich.
Tierfutter ist nach wie vor das wichtigste Anwendungsgebiet der Sojaschrotindustrie und macht den größten Teil des weltweiten Verbrauchs aus. Sojaschrot ist ein grundlegendes Produkt der Tierhaltung und dient als kostengünstige, proteinreiche Futterkomponente, die Muskelentwicklung, Wachstumsrate und Reproduktionseffizienz bei verschiedenen Tierarten fördert. Besonders in der Geflügel- und Schweinehaltung spielt Sojaschrot eine bedeutende Rolle, da dort Leistungskennzahlen wie die Futterverwertung streng überwacht werden. Angesichts des steigenden Fleischkonsums in Schwellenländern wird ein stetiges Wachstum der Futtermittelnachfrage erwartet, insbesondere in Asien und Afrika. Darüber hinaus stützen sich staatlich geförderte Programme zur Tierhaltungsentwicklung häufig auf Sojaschrot als verlässliche Proteinquelle.
Gentechnisch verändertes (GV) Sojaschrot hat den größten Marktanteil in dieser Kategorie, da der Anbau von GV-Soja in wichtigen Anbauländern wie den USA, Brasilien und Argentinien weit verbreitet ist. GV-Sojaschrot bietet diverse logistische und agronomische Vorteile, darunter höhere Ernteerträge, Schädlingsresistenz und einen reduzierten Herbizideinsatz. Diese Faktoren senken die Produktionskosten und verbessern die globale Versorgungssicherheit. Aus Sicht der Futtermittelherstellung unterscheiden sich GV-Schrote ernährungsphysiologisch nicht wesentlich von ihren konventionellen Pendants, sind aber aufgrund von Effizienzsteigerungen entlang der Wertschöpfungskette in der Regel wettbewerbsfähiger. GV-Sojaschrot bleibt die Standardproteinquelle für viele kommerzielle Futtermittelmarken, insbesondere in preissensiblen Märkten, da es verfügbar, skalierbar und preislich planbar ist.
Die Direktbeschaffung dominiert das Vertriebsmodell für Sojaschrot, insbesondere bei großen Futtermittelherstellern und integrierten Geflügel- oder Viehzuchtbetrieben. Diese Abnehmer beziehen typischerweise große Mengen direkt von Ölmühlen oder Rohstoffhändlern, um gleichbleibende Mengen und günstige Preise zu gewährleisten. Diese gestaffelte Vertriebsstruktur trägt dazu bei, die Lücke zwischen Erzeugern und Endverbrauchern in fragmentierten Märkten zu schließen. Digitale Beschaffungsplattformen und Online-Agrarmarktplätze gewinnen in einigen Ländern zunehmend an Bedeutung und bieten Preistransparenz und optimierte Logistik, insbesondere für mittelständische Abnehmer, die Wert auf Vertragsflexibilität und nachvollziehbare Herkunft legen.
Die Geflügelzucht entwickelt sich aufgrund der weltweit steigenden Nachfrage nach Broilerfleisch und Eiern zum dominierenden Endverbrauchersegment. Sojaschrot ist aufgrund seiner guten Verdaulichkeit, Schmackhaftigkeit und des hohen Lysingehalts – einer für den Muskelaufbau essenziellen Aminosäure – ein wichtiger Bestandteil von Geflügelfutter. In der Broiler- und Legehennenhaltung trägt Sojaschrot zu hohen Wachstumsraten und gleichmäßigen Legezyklen bei. Die Abhängigkeit der Geflügelbranche von Sojaschrot wird durch den Bedarf an verlässlicher Nährstoffleistung verstärkt, die dieser Inhaltsstoff konstant liefert und ihn somit zu einem Grundbestandteil von Futtermittelrezepturen weltweit macht. Große Integratoren und vertikal integrierte Geflügelproduzenten standardisieren zunehmend ihre Futtermittelrezepturen und integrieren Sojaschrot als zentrale Proteinquelle.
Der asiatisch-pazifische Raum ist die führende Region auf dem globalen Markt für Sojaschrot. Haupttreiber ist die steigende Nachfrage nach Tiernahrung in den schnell wachsenden Branchen Geflügelzucht, Aquakultur und Viehzucht. Die Region profitiert vom steigenden Pro-Kopf-Fleischkonsum, zunehmenden Investitionen in die Futtermittelherstellung und den Bemühungen um die Modernisierung der landwirtschaftlichen Lieferketten. Die weitverbreitete Modernisierung des Futtermittelsektors, wachsende regionale Handelsnetzwerke und öffentlich-private Partnerschaften beschleunigen die Marktentwicklung. Die Länder der Region setzen vermehrt auf hocheffiziente Futtermittelrezepturen, was die Nachfrage nach Sojaschrot kontinuierlich steigert.
Nordamerika nimmt dank seines hochintegrierten Produktions- und Vertriebsökosystems eine bedeutende Position auf dem Sojaschrotmarkt ein. Die fortschrittliche Infrastruktur der Region zur Ölsaatenverarbeitung und der etablierte Tierhaltungssektor gewährleisten eine stabile und kontinuierliche Nachfrage nach Sojaschrot in der Geflügel-, Schweine- und Rinderhaltung. Darüber hinaus stärkt die strategische Rolle der Region im internationalen Handel, insbesondere bei globalen Lieferkettenstörungen, ihren Einfluss als Lieferant und stabilisierender Faktor in der globalen Wertschöpfungskette für Sojaschrot. Nordamerikas Engagement für Futtermittelqualität, die Einhaltung globaler Sicherheitsstandards und transparente Handelspraktiken festigen zudem seinen Ruf auf den internationalen Märkten.
Lateinamerika ist ein wichtiger Produktions- und Exportmotor für den globalen Markt für Sojaschrot. Die Region profitiert von günstigen agroklimatischen Bedingungen, ausgedehnten Ackerflächen und einer hohen Dichte an kommerziellen Ölsaatenverarbeitern. Ihr Wettbewerbsvorteil liegt in groß angelegten, exportorientierten Lieferketten mit direkter Anbindung an die wichtigsten globalen Märkte. Infrastrukturinvestitionen und unterstützende staatliche Maßnahmen haben die Fähigkeit der Region gestärkt, trotz externer wirtschaftlicher und logistischer Herausforderungen ein hohes Produktionsvolumen aufrechtzuerhalten. Lateinamerikas Fokus auf die Einhaltung internationaler Nachhaltigkeitsstandards und das Angebot rückverfolgbarer, gentechnikfreier Alternativen positioniert die Region zudem positiv bei gesundheits- und umweltbewussten Importeuren.
Der Sojaschrotmarkt ist mäßig konsolidiert, wobei globale Agrarkonzerne einen bedeutenden Anteil an der Verarbeitung und dem internationalen Handel, insbesondere in Nord- und Südamerika, kontrollieren. Integrierte Verarbeitungskapazitäten, langfristige Handelsabkommen und eine robuste Infrastruktur entlang der Exportkorridore treiben das Wachstum an. Diese Unternehmen beliefern Futtermittelhersteller, Geflügelproduzenten, Aquakulturbetriebe und internationale Rohstoffkäufer im asiatisch-pazifischen Raum, in Lateinamerika und der EU.
Bunge Global SABunge ist ein führendes Agrar- und Lebensmittelunternehmen mit globalen Aktivitäten in über 40 Ländern. Das Unternehmen mit Hauptsitz in der Schweiz und US-Niederlassungen in Missouri ist spezialisiert auf die Verarbeitung von Ölsaaten, den Getreidehandel und die Herstellung von pflanzlichen Ölen, Proteinfuttermitteln und Bioenergie. Bunge baut seine Kapazitäten im Bereich erneuerbarer Rohstoffe durch ein Joint Venture mit Chevron aktiv aus und schloss im Juli 2025 eine Fusion mit Viterra im Wert von 34 Milliarden US-Dollar ab.
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Research Practice Lead
Anantika Sharma is a research practice lead with 7+ years of experience in the food & beverage and consumer products sectors. She specializes in analyzing market trends, consumer behavior, and product innovation strategies. Anantika's leadership in research ensures actionable insights that enable brands to thrive in competitive markets. Her expertise bridges data analytics with strategic foresight, empowering stakeholders to make informed, growth-oriented decisions.
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